An der Weser war man mit dem Auftritt bei den 96ern keineswegs zufrieden. Werder-Stürmer Max Kruse war richtig sauer: „Alles, was wir in den letzten Wochen richtig gemacht haben, haben wir jetzt falsch gemacht. Wir waren gar nicht da, komplett lethargisch.“Ein Ausfall, der zweifelsohne schmerzt, allerdings war auch der Österreicher in den letzten Monaten weit hinter seiner Form aus der Vorsaison zurückgeblieben.
Immerhin stand zweifelsohne auch die jüngst in Darmstadt aufgebotene Truppe gut genug im Saft, um beim abgeschlagenen Schlusslicht den vollen Dreier einzufahren — was angesichts der letztlich erlittenen 1:2-Schlappe jedoch gründlich in die Hose ging.
Somit hatten die Hoffenheimer zwar schon nach der ersten Runde reichlichen Grund zum Hader. Das absehbare Lamento war aber gleichwohl auch mit jeder Menge Selbstkritik bestückt.
Mit dem 2:0-Sieg gegen Augsburg behielten sie erstmals seit acht Spieltagen eine weiße Weste.
Nach den Ausfällen von Ginczek (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich) und dem Langzeitverletzten Carlos Mané (Rückstand nach Knorpelschaden im Knie) fehlen Wolf damit gegen den FC Bayern voraussichtlich zwei weitere Offensivakteure. Dazu kämpft Simon Terodde mit seiner Tor-Flaute.– Benjamin Hübner trauerte nach dem Kick in Gladbach einem knapp verpassten Glückssieg hinterher.
Umso klarer ist der Spielplan der Mannschaft. In den vergangenen Partien und auch zuletzt gegen Schalke 04 traten die Spieler abgebrüht auf und waren effektiv vor dem gegnerischen Tor.
Die Premiere ist dabei schon mal gelungen. Auch wenn bei den Münchnern noch nicht alles Gold war, was glänzt. Die Saisoneröffnung gegen Bayer 04 Leverkusen wurde schlussendlich in der heimischen Allianz Arena solide mit einem 3:1-Erfolg über die Bühne gebracht.
Bestärkt durch diese beiden Premieren, sollte nun auch gegen die Bullen etwas drin sein, oder Herr Bartels? „In dieses Spiel gehen wir, obwohl wir Heimrecht haben, als Außenseiter“, dämpft der Bremer Mittelfeldmann jedoch erstmal die Erwartungen.
Mittlerweile laufen die „Wölfe“ seit drei Spielen einem Sieg hinterher. Die Malaise begann mit dem 2:2 zuhause gegen Hertha BSC und setzte sich, sogar wieder vor eigenem Publikum, mit der bitteren 1:3-Klatsche gegen den SC Freiburg fort.Während die Königsblauen nach eher schwierigen Jahren mit André Breitenreiter endlich einen Verantwortlichen gefunden zu haben scheinen, der mit seiner speziellen Art die zahlreichen Brandherde im Verein löschen kann, droht den Borussen der auf halber Strecke abgebrochene Umbruch auf die Füße zu fallen. Da sich viele eigentlich wechselwillige Spieler nach dem Abschied von Klopp plötzlich zum Bleiben entschieden, wird demnächst auch unter Nachfolger Tuchel nur der Wein des Vorjahres aus neuen Schläuchen ausgeschenkt.
– Valerien Ismael schien nach dem 0:3 in Dortmund nicht mehr ganz so dicke mit seinen Spielern zu sein.
Am vergangenen Spieltag kamen die Norddeutschen beim FC Augsburg aber sehr glücklich zum zweiten „Dreier“ dieser Spielzeit.
– Paul-Georges Ntep ist zu wünschen, dass er sich vor seinem Wechsel nach Wolfsburg nicht allzu viel Sand in die Augen streuen ließ.
Gar vier Punkte fehlen den Bremern bereits auf den SV Darmstadt 98, der am Samstagnachmittag als Tabellen-1im Weserstadion gastiert. Alles andere als ein Sieg gegen den Aufsteiger wäre daher nur eine weitere herbe Enttäuschung.Nahezu wöchentlich steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Saisonende mindestens einen Klub aus dem Norden erwischt. Vor dem kleinen Derby zwischen den Wölfen und Werder ruft man zum Auftakt des 2Spieltages folglich gleich auf beiden Seiten den fußballerischen Notstand aus.
Die Wettanbieter sind davon aber nicht wirklich überzeugt. für die Quoten-Jongleure gehen die Schwaben als Favorit in diese Begegnung. Dafür dürfte wohl die sehr gute Heimbilanz aus der Hinrunde den Ausschlag geben.
„Wir müssen das Spiel klar gewinnen. Die Berliner wissen gar nicht, warum sie gewonnen haben. Wir haben uns selbst geschlagen. Es ist bitter, dass wir keine Punkte geholt haben“, so Rebbe verärgert.
Geht es nach uns, sollte die Chance, diese Vorgabe zu verwirklichen, nach dem Gastspiel „am Bölle“ auf alle Fälle noch gegeben sein.
Allerdings hat Wolfsburg hat in dieser Bundesliga-Saison erst 7 Mal verloren — genauso oft wie der Tabellen-Vierte Eintracht Frankfurt und ein Mal weniger als RB Leipzig. Somit sitzen die „Wölfe“ nur aufgrund ihrer 13 Unentschieden unten fest.Die Hoffnung auf ein Ende der Durststrecke ist an der Weser also recht groß. Zumal die Leistung gegen die Eintracht ansprechend war. Niklas Moisander beendete zwar nach 509 Minuten die Bremer Torflaute, am Ende stand der SVW aber doch wieder ohne Sieg da.
Nägel mit Köpfen hatte der neue Hüter der VW-Millionen allerdings schon vor seiner offiziellen Amtseinführung gemacht — mit dem frühzeitigen Verkauf von Julian Draxler konnte Rebbe gleich einmal eine seit Monaten die Gemüter erhitzende Akte schließen.
Nach dem beeindruckenden 4:1 in Monaco wählten die Roten Bullen am vergangenen Spieltag genau das unbedingt erforderliche Tempo, das es zur stumpfen Pflichterfüllung brauchte — und feuerten dabei nicht eine überflüssige Patrone ab.
Beunruhigende fünf Zähler trennen das vor der Länderspielpause erneut unterlegene Schlusslicht (1:2 gegen Werder Bremen) nun schon vom rettenden Ufer.
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